
Amsterdam Apple Store Überfall – Geiselnahme am Leidseplein 2022
Am 22. Februar 2022 überfiel ein bewaffneter 27-Jähriger den Apple Store am Leidseplein in Amsterdam und nahm Geiseln. Der Vorfall dauerte etwa sechs Stunden und endete mit der Festnahme des Täters. Wenige Stunden später erlag der Mann seinen Verletzungen im Krankenhaus.
Der Mann forderte nach übereinstimmenden Medienberichten 200 Millionen Euro in Kryptowährung sowie freies Geleit. Die Polizei leitete daraufhin einen Großeinsatz mit Spezialeinheiten, Helikoptern und gepanzerten Fahrzeugen ein. Der Leidseplein, eine der belebtesten Plätze der Stadt, wurde weiträumig abgesperrt.
Der Fall wirft Fragen zur Sicherheit von Apple Stores und zur Methodik des Täters auf. Die Ermittlungen konzentrierten sich nach dem Tod des Verdächtigen auf die Durchsuchung seiner Wohnung und die Auswertung sichergestellter Datenträger.
Was ist beim Überfall auf den Apple Store in Amsterdam passiert?
Gegen 17:30 Uhr wurde ein Passant auf eine bewaffnete Person vor dem Apple Store aufmerksam und alarmierte die Polizei. Wenig später bestätigte der Apple-Sicherheitsdienst Schüsse und eine Geiselnahme innerhalb des Geschäfts. Der bewaffnete Mann in Tarnkleidung hatte zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Personen in seiner Gewalt.
- Forderung: 200 Millionen Euro in Kryptowährung und freies Geleit
- Einsatzdauer: Etwa 5–6 Stunden
- Fluchtversuch: Geisel lockte Täter nach draußen, wo er von Polizeifahrzeug angefahren wurde
- Sprengstoffweste: Als echt identifiziert, jedoch ohne Zündung
- Opfer: Keine Verletzten außer dem Täter selbst
| Fakt | Details |
|---|---|
| Zeitpunkt | 22. Februar 2022, ca. 17:30–17:40 Uhr |
| Ort | Apple Store am Leidseplein 26, Amsterdam |
| Täter | Abdel Rahman Akkad, 27 Jahre alt, aus Amsterdam |
| Waffen | Halbautomatische Waffe und Handwaffe |
| Fluchtweg | Anfahren durch gepanzerten DSI-Fahrzeug (BMW X5) |
| Festnahme | Nach Anfahren, Überprüfung auf Sprengstoff durch Roboter |
| Todeszeitpunkt | Selben Abend im Krankenhaus |
Wie hat der Täter den Apple Store am Leidseplein überfallen?
Der 27-jährige Abdel Rahman Akkad betrat das Geschäft in Tarnkleidung und ging bewaffnet vor. Augenzeugenberichte und Medienberichte beschreiben, dass er sofort eine halbautomatische Waffe sowie eine Handwaffe einsetzte. Nach ersten Schüssen auf Polizisten, deren Einschusslöcher später im Schaufenster sichtbar waren, nahm er mehrere Geiseln.
Geiselnahme und Forderungen
Mehr als 70 Personen flohen aus dem Geschäft, wie Der Spiegel berichtete. Fünf Personen, darunter eine Geisel, versteckten sich in einem Schrank und wurden erst später von Spezialkräften befreit.
Der Täter drohte mit einer Sprengstoffweste und übersandte Fotos davon an den Sender AT5. Spezialisten identifizierten den Sprengstoff später als echt, jedoch ohne funktionsfähige Zündung.
Der Leidseplein wurde weiträumig evakuiert. Cafés, Theater und umliegende Geschäfte schlossen. Spezialeinheiten (DSI), ein Helikopter, Sprengstoffroboter und gepanzerte Fahrzeuge kamen zum Einsatz.
Festnahme durch Spezialeinheiten
Nach Verhandlungen wurde eine Geisel vor das Geschäft geschickt, die den Täter nach draußen lockte. Dort erfasste ihn bewusst ein gepanzertes Fahrzeug der DSI-Einheit. Der Mann wurde anschließend von einem Roboter auf Sprengstoff überprüft und festgenommen.
Wenige Stunden später bestätigte die Staatsanwaltschaft seinen Tod im Krankenhaus. Er erlag seinen Verletzungen, die er offenbar bei der Festnahme erlitten hatte.
Wer war der Täter und was ist über seinen Hintergrund bekannt?
Abdel Rahman Akkad war der niederländischen Polizei bereits bekannt. Wie die Wikipedia-Recherchen zeigen, hatte er Vorstrafen wegen Waffenbesitzes und wegen Belästigung seiner ehemaligen Freundin im Jahr 2021.
Akkad wurde in Amsterdam geboren, sein Vater stammte aus Syrien. Beruflich betrieb er eine Installationsfirma, verfügte jedoch nach Medienberichten über keine formalen Abschlüsse. Einem Bericht von Stern zufolge lebte er in Amsterdam West.
Polizeiliche Maßnahmen nach dem Vorfall
Nach der Festnahme durchsuchten Ermittler seine Wohnung in Amsterdam West. Dabei beschlagnahmten sie Datenträger, die nun ausgewertet wurden. Weitere Festnahmen wurden in keiner Quelle erwähnt.
Nach dem Tod des Täters wurden keine weiteren Strafverfahren eingeleitet. Die genauen Motive des 27-Jährigen blieben daher weitgehend ungeklärt.
Welche Schäden entstanden und was ist über die Beute bekannt?
Anders als bei einem typischen Raubüberfall stand bei diesem Vorfall nicht die direkte Beute im Vordergrund. Der Täter forderte 200 Millionen Euro in Kryptowährung – ein Betrag, der weit über den materiellen Wert der im Store vorhandenen Geräte hinausging.
Konkrete Angaben zu erbeuteten Gegenständen machten die Behörden nicht. Die futurezone und andere Medien berichteten übereinstimmend, dass unklar blieb, ob überhaupt etwas geraubt wurde.
Sachschäden am Apple Store
Die sichtbaren Schäden beschränkten sich auf Einschusslöcher im Schaufenster und die Spuren des Polizeieinsatzes. Personen außer dem Täter wurden nicht verletzt. Die von ihm getragene Sprengstoffweste wurde von Experten als funktionsfähiger Sprengstoff ohne Zünder eingestuft.
Zeitlicher Ablauf der Geiselnahme am 22. Februar 2022
Der Vorfall erstreckte sich über einen Zeitraum von etwa sechs Stunden und erforderte den Einsatz zahlreicher Sicherheitskräfte.
- ca. 17:30 Uhr: Passant meldet bewaffnete Person; Apple-Sicherheitsdienst bestätigt Schüsse und Geiselnahme
- 17:30–18:00 Uhr: Eintreffen der Polizei; Evakuierung des Leidseplein durch Spezialeinheiten (DSI)
- Wenig später: Täter fordert 200 Millionen Euro in Kryptowährung und freies Geleit
- Stunden später: Täter übersendet Fotos seiner Sprengstoffweste an Sender AT5
- Gegen 23:00 Uhr: Geisel lockt Täter nach draußen; DSI-Fahrzeug erfasst ihn bewusst
- Nach Festnahme: Roboter überprüft Täter auf Sprengstoff
- Selben Abend: Abdel Rahman Akkad stirbt im Krankenhaus
Gesicherte Fakten und offene Fragen
Die Behörden konnten nach dem Tod des Täters zahlreiche Details bestätigen, doch einige Fragen blieben unbeantwortet. Die Geiselnahme am Leidseplein war ein besonders medienwirksamer Vorfall an einem Apple Store in Europa, und es gab auch andere Vorfälle, wie zum Beispiel den HMRC 500 Bankabzug. HMRC 500 Bankabzug
| Gesicherte Informationen | Ungeklärte Fragen |
|---|---|
| Datum, Uhrzeit und Ort des Vorfalls | Genaues Motiv des Täters |
| Identität und Hintergrund des Täters (Akkad) | Ob Mittäter beteiligt waren |
| Festnahme durch Anfahren mit Polizeifahrzeug | Warum die 200 Millionen Euro gefordert wurden |
| Tod des Täters im Krankenhaus am selben Abend | Exakte Herkunft der Waffen |
| Keine Verletzten außer dem Täter | Zusammenhang mit früheren Straftaten |
Gab es ähnliche Überfälle auf Apple Stores?
Die Geiselnahme am Leidseplein stellte einen der medienwirksamsten Vorfälle an einem Apple Store in Europa dar. Apple Stores sind aufgrund ihrer hochwertigen Produkte und der begrenzten Lagerhaltung regelmäßig Ziel von Kriminellen.
In den Wochen nach dem Vorfall berichteten niederländische Medien über verstärkte Sicherheitsmaßnahmen an technischen Einzelhandelsgeschäften. Die genaue Wirkung dieser Maßnahmen ließ sich jedoch nicht unabhängig überprüfen.
Der Fall in Amsterdam unterscheidet sich grundlegend von typischen Apple-Store-Räubereien, bei denen Diebe in der Regel mit Waren fliehen. Hier standen die mediale Wirkung und die ungewöhnliche Forderung nach Kryptogeld im Mittelpunkt.
Quellen und Augenzeugenberichte
Die Berichterstattung über den Vorfall stützt sich auf mehrere Medienquellen, Polizeiangaben und Aussagen von Augenzeugen.
Ein Sprecher der Polizei Amsterdam bestätigte die Festnahme und den Tod des Täters. Nähere Angaben zum Gesundheitszustand machte die Behörde nicht.
— Staatsanwaltschaft Amsterdam, 22./23. Februar 2022
Videos in sozialen Medien zeigten den bewaffneten Mann im Inneren des Geschäfts. Aufnahmen zeigten auch die Einschusslöcher im Schaufenster und den Einsatz der Spezialeinheiten.
— Augenzeugenberichte, zitiert in Spiegel
Die Dokumentation auf Wikipedia fasst den chronologischen Ablauf detailliert zusammen und wird von zahlreichen Medien als Grundlage für die Berichterstattung genutzt. Auf YouTube kursieren Videos, die den Vorfall aus der Perspektive von Augenzeugen dokumentieren.
Fazit: Was bleibt vom Apple-Store-Vorfall in Amsterdam?
Der Überfall auf den Apple Store am Leidseplein im Februar 2022 gehört zu den spektakulärsten Einzelhandels-Überfällen in den Niederlanden. Ein einzelner Täter, bewaffnet und mit einer Forderung von 200 Millionen Euro, brachte die Innenstadt von Amsterdam über Stunden in Ausnahmezustand.
Mit dem Tod des Täters endeten auch die strafrechtlichen Ermittlungen. Seine Motive blieben letztlich im Dunkeln, ebenso wie die Frage, ob er tatsächlich davon ausging, seine Forderungen erfüllt zu bekommen. Die Durchsuchung seiner Wohnung und die Beschlagnahmung von Datenträgern lieferten nach öffentlich zugänglichen Quellen keine abschließenden Erkenntnisse.
Der Vorfall verdeutlichte die Verwundbarkeit selbst stark gesicherter Geschäftsräume gegenüber entschlossenen Einzeltätern. Die Frage, wie solche Situationen künftig verhindert werden können, bleibt unbeantwortet.
Für weitere Informationen zu kriminellen Vorfällen in Amsterdam und den Niederlanden bietet die Ukraine-Krieg Berichterstattung einen vergleichenden Hintergrund zu Sicherheitslagen in europäischen Städten.
Häufig gestellte Fragen
Gab es Videos vom Überfall auf den Apple Store?
Ja, Videos in sozialen Medien zeigten den Täter mit Waffe und Geisel. Auf YouTube finden sich Aufnahmen vom Einsatzort und der Evakuierung des Leidseplein.
Wer war der Täter?
Abdel Rahman Akkad, ein 27-jähriger Mann aus Amsterdam. Er war der Polizei bereits durch Vorstrafen bekannt.
Was forderte der Täter?
Er verlangte 200 Millionen Euro in Kryptowährung sowie freies Geleit.
Wie endete die Geiselnahme?
Nach etwa sechs Stunden wurde der Täter außerhalb des Geschäfts von einem Polizeifahrzeug angefahren und festgenommen. Er starb wenige Stunden später im Krankenhaus.
Welche Schäden entstanden?
Das Schaufenster wies Einschusslöcher auf. Die Sprengstoffweste des Täters wurde als echt, aber ohne Zündung identifiziert.
Gab es ähnliche Überfälle auf Apple Stores?
Apple Stores sind regelmäßig Ziel von Kriminellen. Dieser Vorfall unterschied sich jedoch durch die Geiselnahme und die Kryptowährungs-Forderung.
Wurden weitere Personen festgenommen?
Nach dem Tod des Täters wurden keine weiteren Festnahmen bekannt. Seine Wohnung wurde durchsucht und Datenträger beschlagnahmt.