
Es gibt Autos, die fährt man – und es gibt Autos, die fährt einen. Aston Martin gehört zur zweiten Kategorie, seit ein silberner DB5 1964 durch die schottischen Highlands jagte und James Bond zur Pop-Ikone machte. Was die Marke mit den Flügeln bis heute auszeichnet, ist nicht die Stückzahl, sondern eine fast störrische Haltung: Handarbeit statt Fließband, Schönheit statt Effizienz. Dieser Artikel zeigt, warum Aston Martin trotz wechselnder Besitzer und überschaubarer Produktion als Inbegriff britischer Ingenieurskunst gilt – und was das für Käufer in Irland bedeutet.
Gründungsjahr: 1913 ·
Hauptsitz: Gaydon, England ·
Eigentümer: Konsortium um Lawrence Stroll (seit 2020) ·
Bekanntestes Modell: DB5 (ab 1963) ·
Neupreis ab: ca. 150.000 € ·
Formel-1-Team: Aston Martin Aramco F1 Team
Kurzüberblick
- Gründung 1913 durch Lionel Martin und Robert Bamford (auto.de – deutsches Automobilportal)
- DB5 von 1963 bis 1965 produziert, 1.023 Exemplare (OCC – Oldtimer-Club-Community)
- Eigentümerwechsel 2020 zu Lawrence Stroll (Wikipedia – freie Enzyklopädie)
- Exakter Preis des teuersten Sondermodells (keine offizielle Bestätigung)
- Zukünftige Modellpalette nach 2025 (noch keine verbindlichen Angaben)
- 1913: Gründung – 1964: Bond-Debüt – 2020: Stroll-Übernahme – 2021: F1-Rückkehr
- Elektro-Offensive ab 2025 geplant, erster vollelektrischer Sportwagen in Entwicklung
Sechs Fakten, eine Linie: Aston Martin hat in 112 Jahren nie versucht, der Größte zu sein – sondern der schönste. Die folgende Tabelle fasst die Kernkennzahlen zusammen.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Gründungsjahr | 1913 |
| Hauptsitz | Gaydon, Warwickshire, England |
| Eigentümer | Konsortium um Lawrence Stroll (2020–heute) |
| Bekanntestes Modell | Aston Martin DB5 |
| Formel-1-Engagement | Aston Martin Aramco F1 Team (seit 2021) |
Die Implikation: Aston Martin ist kein Volumenhersteller, sondern ein Nischenplayer mit Kultstatus – und genau das macht den Reiz für Sammler und Enthusiasten aus.
Wie viel kostet ein Aston Martin?
Neupreis aktueller Modelle
Wer einen neuen Aston Martin kaufen möchte, muss tief in die Tasche greifen. Der Einstiegspreis des Aston Martin Vantage liegt bei etwa 154.000 Euro, wie AutoScout24 – Europas größter Online-Automarkt angibt. Der DB11 startet bei rund 223.000 Euro, der Vanquish S bei 278.000 Euro. Das absolute Spitzenmodell, der auf 24 Stück limitierte Vulcan, kostet 3,4 Millionen Euro.
Ein neuer Aston Martin kostet im Schnitt doppelt so viel wie ein vergleichbarer Porsche 911 – aber die Produktionszahlen sind zehnmal niedriger. Käufer zahlen nicht für PS, sondern für Seltenheit.
Gebrauchtwagenpreise in Irland
Auf dem irischen Gebrauchtmarkt zeigt sich ein anderes Bild. Auf DoneDeal – Irlands größtem Kleinanzeigenportal – sind aktuell etwa 14 Aston Martin gelistet, die günstigsten Modelle ab 30.000 Euro. Der hohe Wertverlust in den ersten Jahren macht gebrauchte Aston Martins für preisbewusste Käufer interessant. Ein DB9 Baujahr 2006 kostet auf dem irischen Markt oft unter 50.000 Euro – ein Bruchteil des Neupreises von damals über 200.000 Euro.
Der Trade-off: Günstiger Einstiegspreis, aber hohe laufende Kosten. Die Wartung eines Aston Martin kann schnell 5.000 Euro pro Jahr übersteigen, und Ersatzteile sind teuer und oft nur auf Bestellung verfügbar.
Wer ist der Eigentümer von Aston Martin?
Eigentümerstruktur seit 2020
Seit 2020 hält ein Konsortium um den kanadischen Milliardär Lawrence Stroll die Mehrheit an Aston Martin. Stroll, der auch das Formel-1-Team Racing Point besaß, führte das Unternehmen durch eine schwierige Phase und brachte es 2021 zurück in die Formel 1 – als Aston Martin Aramco F1 Team. Die Beteiligung des saudischen Ölkonzerns Aramco brachte nicht nur Kapital, sondern auch strategische Partnerschaften.
Historische Besitzer
Die Eigentümergeschichte von Aston Martin liest sich wie ein Who’s who der britischen Industrie. David Brown übernahm die Marke 1947 und prägte mit der DB-Reihe (DB steht für David Brown) die erfolgreichste Ära. Von 1994 bis 2007 gehörte Aston Martin zum Ford-Konzern, der in die Produktionsanlagen investierte. Nach einer Phase unter wechselnden Investorengruppen folgte 2018 der Börsengang in London – und schließlich 2020 die Übernahme durch Stroll.
Jeder Eigentümerwechsel brachte eine neue strategische Ausrichtung – aber nie einen Bruch mit der Designphilosophie. Aston Martin blieb Aston Martin, weil die Käufer genau das erwarten: britische Handwerkskunst, keine globale Massenproduktion.
Warum sind Aston Martins so günstig?
Preisvergleich zu Ferrari und Lamborghini
Die Frage klingt absurd, wenn man die Neupreise betrachtet – aber im Vergleich zu italienischen Konkurrenten sind Aston Martins tatsächlich günstiger. Ein Ferrari SF90 Stradale kostet ab 440.000 Euro, ein Lamborghini Revuelto ab 500.000 Euro. Aston Martins Spitzenmodell DB12 liegt bei etwa 250.000 Euro. Der Grund: Aston Martin hat geringere Produktionszahlen und weniger Modellvarianten als Ferrari, das jährlich über 10.000 Fahrzeuge ausliefert. Aston Martin produziert nur etwa 6.000 Einheiten pro Jahr – das hält die Fixkosten pro Fahrzeug hoch, aber die Marktpositionierung bleibt unterhalb der italienischen Exklusivmarken.
Wertverlust und Gebrauchtmarkt
Der hohe Wertverlust in den ersten Jahren macht Aston Martins auf dem Gebrauchtmarkt besonders attraktiv. Ein DB11 verliert in den ersten drei Jahren bis zu 40 Prozent seines Neupreises – während ein Ferrari 488 in derselben Zeit nur etwa 25 Prozent verliert. Das liegt an der geringeren Nachfrage und den hohen Wartungskosten, die potenzielle Käufer abschrecken. Für Käufer in Irland, die einen Aston Martin auf DoneDeal oder Carzone suchen, bedeutet das: Ein Modell mit fünf Jahren und 50.000 Kilometern ist oft für die Hälfte des Neupreises zu haben.
Der Haken: Die Ersparnis beim Kauf wird durch höhere Versicherungsprämien und Wartungskosten teilweise aufgefressen. Eine Vollkasko für einen Aston Martin in Irland kostet schnell 3.000 bis 5.000 Euro jährlich.
Was ist das Lieblingsauto von König Charles?
Königliche Fahrzeuge
König Charles III. ist bekennender Aston-Martin-Fan. Sein persönliches Lieblingsfahrzeug ist ein Aston Martin DB6 Baujahr 1969, den er von seiner Mutter Queen Elizabeth II. zum 21. Geburtstag geschenkt bekam. Das Fahrzeug wurde auf Bio-Kraftstoff umgerüstet – Charles ließ den Motor so modifizieren, dass er mit Überschusswein aus der königlichen Destillerie betrieben werden kann. Eine Geste, die sowohl seine Umweltverbundenheit als auch seine Verbundenheit zur Marke zeigt.
Aston Martin als Staatskarosse
Der DB6 dient nicht nur als Privatfahrzeug, sondern wird auch bei offiziellen Anlässen genutzt. Bei der Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton 2011 fuhr das Paar in einem Aston Martin DB6 Volante – ebenfalls ein königliches Fahrzeug. Die Verbindung zwischen dem britischen Königshaus und Aston Martin ist damit enger als zu jeder anderen Automarke.
Was das bedeutet: Aston Martin ist nicht nur ein Auto, sondern ein Stück britischer Identität – und das wissen die Königsfamilie und die Marketingabteilung gleichermaßen zu nutzen.
Welches ist das schönste Auto der Welt?
Aston Martin in Designrankings
Der Aston Martin DB5 gilt unter Designkritikern als eine der schönsten Automobilkreationen aller Zeiten. Das Magazin Classic & Sports Car kürte ihn 2020 zum „schönsten Auto der Welt“. Die Linienführung des italienischen Designers Carrozzeria Touring – eine fließende, fast organische Form – setzte Maßstäbe, die bis heute in jedem neuen Aston-Martin-Modell nachklingen. Chefdesigner Marek Reichman bringt es auf den Punkt: „Schönheit ist mehr als nur die Haut.“
Konkurrenz durch italienische Hersteller
In Umfragen und Rankings konkurriert der DB5 regelmäßig mit dem Ferrari 250 GTO und dem Jaguar E-Type um den Spitzenplatz. Während der Ferrari 250 GTO mit aktuellen Auktionspreisen von über 50 Millionen Euro das teuerste Auto der Welt ist, bleibt der DB5 mit Preisen um 860.000 Euro (Zustandsnote 1) vergleichsweise erschwinglich – zumindest für Sammler. Der DB9, das Nachfolgemodell der 2000er Jahre, wird ebenfalls häufig in Designrankings genannt.
Der Trade-off: Schönheit hat ihren Preis – aber Aston Martin beweist, dass zeitloses Design nicht immer siebenstellige Summen kosten muss. Ein gebrauchter DB9 ist für unter 50.000 Euro zu haben und trägt dieselbe Design-DNA wie der legendäre DB5.
Aston Martin kaufen in Irland
Offizieller Händler in Belfast
Für Käufer in Irland ist die Charles Hurst Group der offizielle Aston-Martin-Händler. Das Unternehmen mit Sitz in Belfast bietet Neufahrzeuge, Gebrauchtwagen und Serviceleistungen an. Da es in der Republik Irland keinen offiziellen Aston-Martin-Händler gibt, reisen viele Käufer nach Nordirland oder importieren Fahrzeuge aus Großbritannien.
Angebote auf Carzone und DoneDeal
Der irische Gebrauchtmarkt für Aston Martin ist überschaubar. Auf DoneDeal sind aktuell etwa 14 Fahrzeuge gelistet, auf Carzone rund 10. Die Preise beginnen bei 30.000 Euro für ältere Modelle wie den DB7 oder V8 Vantage. Ein DB9 Baujahr 2007 mit 80.000 Kilometern kostet etwa 45.000 Euro – ein Bruchteil des Neupreises von damals 180.000 Euro.
Import aus UK
Viele irische Käufer importieren Aston Martins aus Großbritannien, wo das Angebot deutlich größer ist. Auf AutoScout24 sind über 200 Aston Martin gelistet, die Preise beginnen bei 25.000 Euro. Der Import nach Irland ist mit zusätzlichen Kosten verbunden: VRT (Vehicle Registration Tax) fällt an, die je nach CO2-Ausstoß und Alter des Fahrzeugs zwischen 14 und 36 Prozent des Marktwerts beträgt. Ein DB9 mit 300 g/km CO2 kostet in der VRT schnell 15.000 Euro extra.
Die Konsequenz: Wer in Irland einen Aston Martin kaufen möchte, sollte den Import aus UK ernsthaft prüfen – aber die VRT-Kosten vorher genau kalkulieren. Der günstigste Weg führt oft über einen Händler in Belfast, der die Zollformalitäten übernimmt.
Zeitleiste: Die wichtigsten Stationen
- 1913: Gründung durch Lionel Martin und Robert Bamford (auto.de – deutsches Automobilportal)
- 1947: David Brown übernimmt Aston Martin (Wikipedia – freie Enzyklopädie)
- 1963–1965: Produktion des DB5, 1.023 Exemplare (OCC – Oldtimer-Club-Community)
- 1964: James Bond fährt DB5 in „Goldfinger“ (ÖAMTC – österreichischer Automobilclub)
- 1994–2007: Ford-Mutterkonzern
- 2018: Börsengang in London
- 2020: Lawrence Stroll übernimmt Mehrheit
- 2021: Rückkehr in die Formel 1 als Aston Martin Aramco F1 Team
Der rote Faden: Aston Martin überlebte zwei Weltkriege, sieben Eigentümer und mehrere Insolvenzen – und blieb doch immer sich selbst treu. Das ist mehr als eine Überlebensgeschichte, es ist ein Statement.
Bestätigte Fakten und offene Fragen
Bestätigte Fakten
- Aston Martin wurde 1913 gegründet (auto.de – deutsches Automobilportal)
- DB5 erstmals 1963 produziert, 1.023 Exemplare (OCC – Oldtimer-Club-Community)
- Eigentümerwechsel 2020 zu Lawrence Stroll (Wikipedia – freie Enzyklopädie)
- Neupreis Vantage ab 154.000 Euro (AutoScout24 – Europas größter Online-Automarkt)
- König Charles fährt DB6 Baujahr 1969
Was unklar ist
- Exakter Preis des teuersten Sondermodells (keine offizielle Bestätigung)
- Zukünftige Modellpalette nach 2025 (noch keine verbindlichen Angaben)
Stimmen zur Marke
„Aston Martin ist die britische Luxusmarke schlechthin.“
– Lawrence Stroll, Executive Chairman
„Schönheit ist mehr als nur die Haut.“
– Marek Reichman, Chefdesigner
„Etwa 80 Prozent aller DB5 sollen noch existieren – das spricht für die Qualität der Fahrzeuge.“
– OCC – Oldtimer-Club-Community
„Der DB5 erhielt in Goldfinger ikonische Gadgets wie Schleudersitz, drehbares Nummernschild und Maschinengewehre unter den vorderen Blinkern.“
– OCC – Oldtimer-Club-Community
Fazit: Was Aston Martin für Käufer in Irland bedeutet
Aston Martin ist keine rationale Kaufentscheidung – und das ist genau der Punkt. Wer einen Aston Martin fährt, kauft kein Fortbewegungsmittel, sondern ein Stück britischer Kultur, eine Verbindung zu James Bond und Königshaus, ein Designmanifest auf vier Rädern. Für Käufer in Irland ist die Entscheidung klar: Entweder man investiert in einen Neuwagen ab 150.000 Euro und akzeptiert die hohen Wartungskosten – oder man nutzt den Gebrauchtmarkt und den Import aus UK, um für 30.000 bis 50.000 Euro in die Welt der Flügelmarke einzusteigen. Die VRT-Kosten und die begrenzte Händlerdichte in Irland machen den Kauf nicht einfacher, aber für den richtigen Enthusiasten ist genau das der Reiz: Aston Martin bleibt eine exklusive Angelegenheit – und das soll auch so bleiben.
Wer sich für die exklusivsten Modelle der Marke interessiert, findet im Aston Martin Vulcan einen der extremsten Supersportwagen der Firmengeschichte.
Häufig gestellte Fragen
Gibt es einen Aston Martin unter 100.000 Euro?
Ja, auf dem Gebrauchtmarkt. Modelle wie der DB7 oder V8 Vantage sind ab 30.000 Euro erhältlich. Neuwagen beginnen bei etwa 154.000 Euro (Vantage).
Wie zuverlässig sind Aston Martin?
Die Zuverlässigkeit ist durchschnittlich. Ältere Modelle (vor 2010) haben häufiger Elektronikprobleme, neuere Modelle sind deutlich zuverlässiger. Regelmäßige Wartung ist entscheidend.
Wie viel kostet die Wartung eines Aston Martin?
Die jährlichen Wartungskosten liegen zwischen 2.000 und 5.000 Euro, abhängig vom Modell und Alter. Größere Reparaturen können schnell 10.000 Euro übersteigen.
Welche Aston Martin Modelle gibt es aktuell?
Die aktuelle Modellpalette umfasst DB12, Vantage, DBS, DBX (SUV) und den limitierten Valhalla. Der DB11 wird auslaufen.
Kann man Aston Martin in Irland leasen?
Ja, über die Charles Hurst Group in Belfast oder spezialisierte Leasing-Anbieter. Die monatlichen Raten beginnen bei etwa 2.000 Euro für einen DB12.
Wie lange dauert die Produktion eines Aston Martin?
Die Produktion eines Aston Martin dauert etwa 200 Stunden Handarbeit – deutlich länger als bei einem Serienfahrzeug. Die Lieferzeit beträgt 6 bis 12 Monate.
Ist Aston Martin ein Teil von Mercedes?
Nein, aber es besteht eine technische Partnerschaft. Mercedes-AMG liefert Motoren und Elektronikkomponenten für aktuelle Modelle wie den DB12.



